| Papiertiger im Jahr der Wälder |
| Magazin - Umwelt | |||
| Geschrieben von: Inca Vogt | |||
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Die Papiertiger sind überall. Und sie sind unersättlich. Jeder von ihnen trinkt z. B. durchschnittlich 150 Liter Kaffee aus Pappbechern. Hochgerechnet sechs Milliarden Papierbecher. 50.000 Tonnen Papier, die achtlos weg geworfen werden - entsprechend einer halben Million Bäume in einem Jahr. Alle sechzig Stunden zerstören die Papiertiger einen Wald in der Größe Berlins, wie ein WWF Ticker im Berliner Hauptbahnhof entlarvt. Willkommen im Jahr der Wälder. Im Zeitalter der Nachhaltigkeit... Der WWF hat in der Eingangshalle im Berliner Hauptbahnhof einen Schaukasten aufgestellt, der uns Papiertigern einen Spiegel vorhält. So verbraucht offenbar jeder Deutsche im Jahr 50 Kilogramm mehr Papier als ein durchschnittlicher EU-Bürger. Eine traurige Bilanz für die Papiertiger in uns. Nach Angaben des WWF ist Deutschland nicht nur der größte Papierproduzent innerhalb der EU, sondern weltweit einer der größten Papier- und Zellstoffimporteure. Die meisten Rohstoffimporte stammen aus Skandinavien, aber auch Thailand, China, Indonesien stehen auf der Liste der Lieferanten. Wie viel zerstörter Regenwald sich in deutschen Zellstoffprodukten versteckt, lässt sich nicht genau ermitteln. Dabei kann jeder von uns recht leicht die zerstörerische Bilanz verbessern. Mit Recyclingpapier. Mit elektronischen Nachrichten, anstelle der Papierpost. Mit wiederverwendbaren Bechern, anstelle bequemer Wegwerfprodukte. Mit gutem Beispiel für unsere kleinen Tiger auf zwei Beinen.
Wälder Europas tragen zu Nachhaltigkeit in der Gesellschaft und zu gesunder Umwelt bei Im Rahmen der 9. Sitzung des Waldforums der Vereinten Nationen (UNFF) am 2. Februar in New York wird die UN das Internationale Jahr der Wälder eröffnen, um weltweit das Bewusstsein für eine nachhaltige Bewirtschaftung und Entwicklung sowie den Erhalt aller Arten von Wäldern auf dieser Erde zu stärken. Die vom 14. bis Europas Wälder helfen Klimaänderungen entgegenzuwirken, indem sie Kohlenstoff in Bäumen, im Boden sowie in Holzprodukten speichern, zudem können sie nicht erneuerbare Rohstoffe und Energiequellen ersetzten. Sie tragen zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei, sichern die Wasserversorgung und mindern Schäden von Stürmen, Überflutungen und Dürreperioden. Wälder schaffen Arbeitsplätze und Einkünfte, was besonders für die in ländlichen Gebieten lebende Bevölkerung wichtig ist, die über die Hälfte der Europäer Es wird erwartet, dass die teilnehmenden Minister auf der FOREST EUROPE Ministerkonferenz eine gemeinsame Vision und konkrete Zielsetzungen für Europas Wälder beschließen, sowie die Aufnahme von Verhandlungen über eine rechtsverbindliche Vereinbarung für Europas Wälder in Erwägung ziehen werden. Dazu Lars Peder Brekk: "Unser Vorhaben ist es, diese Konferenz zu einem Meilenstein in der internationalen Waldpolitik und zu einem Höhepunkt des Internationalen Jahres der Wälder machen."
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