| Schwarz-gelbes Strahlen |
| Magazin - Politik | |
| Geschrieben von: Inca Vogt | |
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Einen Tag nach der Wahl zeigt sich die Solarbranche besorgt. Man befürchtet aufgrund des Regierungswechsels geringere Förderungen. Doch zunächst reagieren erstmal nur die Börsenkurse. Wie launisch diese sich nach jedem Wetterfähnchen drehen ist auch bekannt. Es bleibt also abzuwarten, welche Auswirkungen die von der CDU versprochene Atomkraftpolitik als pure Brückentechnologie hat. Der Ausgewogenheit wegen, hier der ganze Artikel... Solarbranche vs. Atomkraftbetreiber? Das Wahlergebnis steht fest, die Wunschkoalition von CDU-Kanzlerin Angela Merkel und FDP-Chef Guido Westerwelle ist möglich, der Regierungswechsel steht bevor. Dies macht sich auch an der deutschen Börse bemerkbar, wo heute vor allen Dingen Aktien der Atomkraftwerk-Betreiber RWE http://www.rwe.de und E.ON http://www.eon.de im Aufwind sind. RWE-Wertpapiere legten heute Vormittag um rund drei, E.ON-Anteile um 2,7 Prozent zu. Zu Spitzenzeiten stiegen Wertpapiere von RWE sogar um vier, E.ON um 4,7 Prozent. Gleichzeitig sackten die Aktien von Solarunternehmen ab. Solarworld musste beispielsweise ein Minus von 4,6 Prozent hinnehmen und erzielte damit das größte Minus im gesamten TecDax. Auch die Solaranbieter Q-Cells und SMA Solar verloren heute Vormittag. Q-Cells büßte 3,7 Prozent, SMA 2,3 Prozent ein. "Das Plus bei den Aktien von Kernenergiebetreibern ist eine unmittelbare Reaktion auf das Wahlergebnis. Die Frage ist, wie nachhaltig diese Entwicklungen sind", sagt Peter Wirtz, Energie-Analyst bei der WestLB http://www.westlb.de. Auch das Absacken von Solarwerten sei auf die Wahl zurückzuführen. "Die Liberalen haben angekündigt, die Subventionen in dieser Branche in Zukunft reduzieren zu wollen", weiß er. Kernkraft für stabile Preise und Klimaschutzziele Keine Laufzeitverlängerung zum Nulltarif Erneuerbare Energien langfristig auf Erfolgskurs Die CDU und die liberale FDP hatten bereits während des Wahlkampfes angekündigt, die im rot-grünen Atomkonsens des Jahres 2000 vereinbarten Restlaufzeiten der deutschen Kernkraftwerke verlängern zu wollen. Kritik an der Verlängerung der AKW-Laufzeiten kommt naturgemäß von den Grünen. "Wir nehmen den Wählerauftrag in der Opposition an. Das heißt als allererstes, eine falsche schwarz-gelbe Energiepolitik zu verhindern, insbesondere eine Entscheidung für die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken", so die grüne Spitzenkandidatin Renate Künast. Kein leichtes Unterfangen, haben doch die Grünen ihr erklärtes Wahlziel, drittstärkste Kraft zu werden und eine schwarz-gelbe Koalition zu verhindern, mit 10,7 Prozent der Stimmen klar verfehlt. Dass die Opposition die Laufzeitverlängerung gänzlich verhindern können wird, ist unwahrscheinlich. "Die Erfolgsaussichten für die Opposition, die Laufzeitverlängerung an bestimmte Bedingungen zu knüpfen, beispielsweise an die Förderung von erneuerbaren Energien, sind aber groß", sagt Wirtz. Dauerhaft schlechter aussteigen dürften Erneuerbare Energien damit wohl nicht. Generell, so der Analyst, sei in der Atomkraft-Debatte noch viel offen und es bedürfe noch weiterer Diskussionen.
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