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Born to be killed. Löwen in Südafrika
Magazin - Natur
Geschrieben von: Inca Vogt   

Wie abartig so manche "Jäger" zu ihren Trophäen kommen, kann die Welt derzeit im WM-Land Südafrika erleben. Dort droht etwa 4.000 halbzahmen Löwen der Abschuss. Die Raubkatzen leben auf Zuchtfarmen und werden als Löwenbabys zunächst als Touristenattraktion missbraucht, angefasst, gestreichelt und spazieren geführt. Sind sie dem Streichelalter entwachsen, kommen sie auf die Abschussliste.

In umzäunten Gehegen werden die Löwen ihren Jägern auf dem Silbertablett serviert. „Canned Hunting” nennt sich diese perfide Jagd auf Tiere in Gefangenschaft. Reiche Jagdtouristen zahlen hohe Summen für die todsicheren Trophäen – bis zu 50.000 Euro für ein imposantes Löwenmännchen.

Auch europäische Zoolöwen landen auf den Zuchtfarmen. VIER PFOTEN und RTL haben die Zucht- und Jagdindustrie in Südafrika unter die Lupe genommen und erschreckende Verbindungen nach Deutschland aufgedeckt. RTL berichtet über die Canned Hunting Industrie in Südafrika. Die Sendetermine und die ganze grausige Wahrheit im Folgeartikel. Zusammen mit dem Link zu einer Petition gegen diese schaurige "Touristenattraktion"....

Canned Hunting. Die ganze Wahrheit

TV-Tipp:
Montag, 03.05.2010, auf RTL:
• „Punkt 6 Nachrichten” um 6:00 Uhr
• „Punkt 9 Nachrichten” um 9:00 Uhr
• „Punkt 12 Mittagsmagazin” (Teil 1) um 12:00 Uhr

Dienstag, 04.05.2010, auf RTL:
• „Punkt 12 Mittagsmagazin” (Teil 2) um 12:00 Uhr

Zur Protestaktion auf den Seiten von VIER PFOTEN:

https://www.secureconnect.at/4pfoten.ch/petition/100430/index.php


Südafrika boomt, nicht nur bei Fussballfans und Naturliebhabern. Auch für Jäger ist das südliche Afrika ein Paradies: Tausende Jagdtouristen aus Europa und den USA bereisen die Region; statt Photos bringen Sie tote Tiere als Souvenirs mit nach Hause. Je nach Geldbeutel sind fast alle Wildtierarten zu haben – sogar geschützte Arten wie Elefanten. Eine besonders perfide Trophäenjagd ist das „Canned Hunting“ auf Löwen.
 
Canned Hunting
Die extremste Abart der Trophäenjagd ist das „Canned Hunting“, im Deutschen auch „Gatterjagd“ genannt. Opfer sind meist Löwen, die ihren Jägern auf dem Silbertablett serviert werden: Die Tiere werden in ein Gehege eingesperrt und einfach abgeknallt. Die Löwen werden auf Farmen gezüchtet und von Hand aufgezogen. Sie zeigen kaum Scheu vor Menschen. Aus den Gehegen können die Tiere nicht entkommen. Zum Teil werden sie mit Ködern angelockt, mitunter sogar mit Medikamenten ruhig gestellt.

Auf Löwenjagd kann in Südafrika jeder gehen – ein Jagdschein oder nachgewiesene Jagderfahrung sind meist nicht nötig. So werden manche Löwen nicht mit dem ersten Schuss erlegt und sterben qualvoll.

Rasanter Boom bei Zuchtfarmen und Abschüssen
Für die Trophäenjagd werden in Südafrika auf mehr als 160 Farmen Löwen gezüchtet, meist von Hand aufgezogen und an Menschen gewöhnt. In den letzten sechs Jahren hat die Anzahl dieser Farmlöwen um 250 Prozent zugenommen. Heute droht etwa 4.000 Tieren in Gefangenschaft das gleiche grausame Schicksal – mehr als jemals zuvor.

Von 2006 bis 2008 hat sich die Zahl der Löwen-Abschüsse in Südafrika verdreifacht; fast alle dieser Löwen wurden in Gefangenschaft geboren. Die nationale Umweltbehörde zählte 2006 noch 322 erschossene Löwen, 2007 bereits 700. 2008 waren es 1.050, schätzt der Raubtier-Zuchtverband South African Predator Breeders Association. Diese Zahlen werden durch rasant steigende Exporte von Löwentrophäen bestätigt.

Erst streicheln …
Viele der Jungtiere müssen zunächst als Touristenattraktion herhalten, man kann sie streicheln, Fotos machen und mit ihnen spazieren gehen. Ahnungslose Touristen besuchen diese Farmen und bezahlen Geld, um kleine Löwenjunge anzuschauen oder anzufassen. Dass sie damit eine grausame Industrie unterstützen, die selbst von vielen Jagdverbänden als unethisch abgelehnt wird, ist den wenigsten bewusst.

… dann schiessen
Nach vier bis sieben Jahren haben die Löwen das Trophäenalter erreicht und werden Jägern zum Abschuss angeboten. In vielen Fällen findet die Jagd nicht auf der gleichen Farm statt, in der die Tiere gezüchtet wurden. Stattdessen werden die Löwen in andere Areale gebracht und dort geschossen. Die meisten dieser Zucht- und Jagdstätten Südafrikas finden sich in den Provinzen Free State, North West und Limpopo.

Eine Frage des Geldes
Canned Hunting ist ein Hobby für eine wohlhabende Minderheit aus reichen Industrienationen. Je grösser der Geldbeutel, desto grösser die Trophäe: Ein männlicher Löwe mit prächtiger Mähne kostet etwa 25.000 Euro, Tiere mit besonders dunkeler, dichter Mähne bis zu 45.000 Euro. Weibchen sind schon für 5.000 Euro oder weniger zu haben. Auf manchen Farmen werden auch Löwenjunge zum Abschuss angeboten!

Auszüge aus dem Artikel, der in ganzer Länge auf der Website von Vier Pfoten zu lesen ist. http://www.vier-pfoten.ch/cannedhunting

Hier können wir auch etwas tun. Eine Petition unterzeichnen und dem perfiden Jagdgeschäft ein hoffentlich rasches Ende bereiten.

Für mich persönlich ist Südafrika als Reiseziel gestrichen! Und auch die WM werde ich weder durch Berichte in unseren Redaktionen, noch durch Einschalten von Fernsehberichten unterstützen. Bis auf Weiteres... Bis dieser Wahnsinn gestoppt ist.


 

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