| EU subventioniert Fohlenschlachtung |
| Magazin - Natur | |||
| Geschrieben von: Inca Vogt | |||
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Fohlenfleisch gilt in Italien als Delikatesse. Und die EU subventioniert großzügig den Bau von Schlachthöfen in strukturschwachen Gebieten. Also werden die in Massen in Österreich und Süddeutschland geborenen Fohlen auf einen langen, qualvollen Todestransport geschickt. Zu Schlachtern, die in Wahrheit Hilfsarbeiter sind und die Tiere alles andere als sachgemäß töten. Hier ein Bericht von ANIMAL SPIRIT. Der Organisation, die Jahr für Jahr auf den Viehauktionen so viele Fohlen wie möglich vor dem sicheren Schlachttod freikauft. Das langsame Sterben nach einem viel zu kurzen Leben Am 27. Oktober 2009 findet die letzte der heurigen Fohlenauktionen in Maishofen (Sbg.) statt. Insgesamt werden es wieder über 3.000 Tiere gewesen sein, die diesen Herbst in Österreich und Süd-Deutschland versteigert wurden. Nach einem kurzen Leben finden sie ein grausames Ende nach langen Transporten in italienischen Schlachthöfen. Um auf das Schicksal der Pferde aufmerksam zu machen, war ANIMAL SPIRIT – gemeinsam mit anderen Tierschutzorganisationen - auch in diesem Jahr bei etlichen Versteigerungen und wird auch kommenden Dienstag in Maishofen mit einem Infostand vor Ort sein und nochmals etliche der Tiere freikaufen. So konnten wir dieses Jahr gemeinsam bereits über 5 Dutzend dieser Tierkinder das Leben retten und sie auf gute Privat-Plätze vermitteln. Schon seit Jahren blüht dieses lukrative Geschäft vor allem mit Norikern und Haflingern. In keiner anderen Pferdezucht werden - unter dem Deckmantel Zucht - so viele gesunde Fohlen für den Schlachter produziert. Traditionsgemäß werden die Stuten jedes Jahr gedeckt, denn es gibt bis heute keine Zuchtbeschränkung. Wer eine Stute im Stall hat, glaubt auch gleich, damit die ungehinderte "Lizenz zum Züchten" zu besitzen. Dadurch landen Fohlen in einem Alter von drei bis sechs Monaten - als Folge einer hoffnungslosen "Überproduktion" - auf Pferdeauktionen an verschiedenen Orten Österreichs und Süddeutschlands. Die Hoffnung vieler Züchter liegt darin, Fohlen zu produzieren, die den willkürlich festgesetzten Rassestandards entsprechen und daher manchmal Höchstpreise von bis zu 40.000,- Euro erzielen! Aber sämtliche Tiere, die nicht den Rassestandards entsprechen und keine private Käufer finden, werden im Herbst als „Ausschuß“ zu Fleisch und Wurstwaren verarbeitet. So enden ca. 90 Prozent aller Fohlen beim Schlachter, bei der Noriker-Hengstfohlen-Versteigerung vor einem Monat haben außer ein paar Tierschützern praktisch ausschließlich die „Vieh“-Händler und Italiener Fohlen aufgekauft... Und auch kommenden Dienstag sind wieder fast 250 Fohlen und Stuten zum Verkauf angemeldet! Lukrativ ist das Geschäft auch durch die EU-Subventionen: Denn die Produktion von Norikern wird unter dem Deckmantel der Förderung seltener Haustierrassen von der EU gefördert. „Da Fohlenfleisch beispielsweise in Italien als Delikatesse gilt und die EU den Bau von Schlachthöfen in strukturschwachen Regionen, wie in Süditalien, fördert, werden die Tiere auch dorthin transportiert“, weiß Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT. „Zum Teil sind die Fohlen verletzt und – da sie das erste Mal von ihrer Mutter getrennt werden – oft völlig verängstigt und dann noch stunden- oder tagelang zum Schlachter unterwegs. Und auch die Tötung der Tiere im Akkord ist grausam: Da der Bolzenschuß von den Hilfsarbeitern oft nicht exakt plaziert wird, erleben die Tiere ihr Ende teilweise noch bei vollem Bewußtsein!“
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Sie sind süß, die Fohlenkinder, die alljährlich in Massen über die Weiden hoppeln und Touristen ergötzen. Das die Pferdekinder zum großen Teil nach der Saison auf den Schlachthöfen in Italien landen, weiß kaum einer. Aber es lohnt sich für die "Züchter". Die hübschen Noriker werden zum Beispiel unter dem Deckmantel der Förderung seltener Haustierrassen von der EU gefördert. Das sie in Wahrheit nach wenigen Monaten verwurstet werden, davon spricht keiner. Im Gegenteil. Sogar das Schlachten wird subventioniert.
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