| Robbenpelze sind out |
| Magazin - Natur | |||||||
| Geschrieben von: Inca Vogt | |||||||
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Wie sehr unser Kaufverhalten sich auch auf bedrohte Tierarten auswirkt, zeigen die derzeitigen Fangquoten für Robben. Die Regierung hatte die Quote auf rund 273.000 Tiere fest gesetzt, doch die Fischer haben tatsächlich nur etwa 70.000 Tiere getötet. Immer noch zuviel, aber die Entwicklung lässt hoffen. Die Einschränkung basiert auf einem Verfall der Preise für Robbenpelze, was man sicher auch auf die mangelnde Nachfrage zurückführen kann. Das EU-weite Importverbot von Robbenprodukten, das im Oktober in Kraft treten wird, macht seit Wochen Schlagzeilen und zeigt Wirkung. Kanadische Robbenjagd vor dem Ende
"Aufgrund der fallenden Nachfrage ist die Robbenjagd in Kanada zu einem vorzeitigen Ende gekommen", meint Axel Hein, Meeresexperte beim WWF-Österreich http://www.wwf.at. "Das EU-Parlament hat das Verbot im Mai beschlossen. Wir rechnen damit, dass das Gesetz dann per Ende Juni in Kraft treten wird", so der Experte. Schon im Vorfeld waren 30 Länder gegen die brutale Jagd auf die Robben aufgetreten. Vom Argument, dass Robben die Fischerei beeinträchtigen, hält der Experte nichts. "Das eigentliche Problem sind die viel zu hohen Fangquoten für Kabeljau. Das ist der Grund, warum die Fischbestände in den vergangenen Jahren dramatisch eingebrochen sind." Robben habe es in der Region immer schon gegeben und diese waren nicht verantwortlich dafür, dass die Kabeljau-Bestände derart massiv zurückgegangen sind. Dieses Argument sei also nicht haltbar.
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