| Wasser für alle |
| Magazin - Life | |||||||
| Geschrieben von: Inca Vogt | |||||||
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Eigentlich undenkbar für uns, dass es immer noch Menschen gibt, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Das soll sich ändern. Der Zugang zu sauberen Trinkwasser soll ein Menschenrecht werden, fordern die Herausgeber des renommierten Wissenschaftsmagazins PloS Medicine. Wasser als MenschenrechtDas eigentlich unglaubliche an der Forderung der Forscher ist, dass sie damit allen großen Nationen widersprechen.
Nationen wie die USA, Kanada und Russland lehnten beim Weltwasserforum in Istanbul im März 2009 diese Forderung ab. Es gebe drei Gründe, warum der Zugang zu sauberem Wasser so wichtig sei, argumentieren die Wissenschaftler. Zum einen können damit die Erkrankungen, die durch den Genuss von verunreinigtem Trinkwasser verursacht werden - etwa Durchfallerkrankungen, die rund 1,8 Mio. Menschen jährlich das Leben kostet - deutlich zurückgedrängt werden. Hauptopfer sind dabei Kinder unter fünf Jahren. Zum anderen hat die Privatisierung der Wasserversorgung wie sie in Bolivien, in Ghana und in anderen Ländern geschehen ist, den Armen am wenigsten gebracht. Ihnen blieb der Zugang zu sauberen Wasser versperrt. "Hohe Rechnungen für Wasser, gesperrte Leitungen in Armenvierteln, verminderte Dienstleistungen, gebrochene Versprechen und Umweltverschmutzung sind auf die Privatisierung zurückzuführen", so Maude Barlow, Senior Advisor für Trinkwasserfragen bei der UNO-Generalversammlung. "Diese Tatsachen sind schon seit einigen Jahren bekannt und immer wieder Teil der Berichterstattung über Wasser. Getan hat sich bisher in der konkreten Umsetzung wenig." Ein Meilenstein auf dem schwierigen Weg zum "Menschenrecht Wasser" war die Einigung auf einen "Allgemeinen Kommentar zum Menschenrecht auf Wasser" im Jahre 2002 unter der Ägide des "Ausschusses der Vereinten Nationen über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte" (UNESCO). "Die Ablehnung beim diesjährigen Weltwasserforum war aus meiner Sicht vorhersehbar, da dem Weltwasserforum von Kritikern ohnehin immer wieder vorgeworfen wird, großteils wirtschaftliche Interessen zu vertreten - und da ist ein Menschenrecht auf Wasser eher hinderlich", so Katzmann.
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