| Gesünder essen. Wasser sparen |
| Magazin - Life | |||
| Geschrieben von: Inca Vogt | |||
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Scherzkekse antworten mir gerne auf solche Provokationen mit einem: "na, ich trinke eh lieber Bier, Wein, Cola, Limo ... Wasser ist für das liebe Vieh." Richtig! Doch nicht das simple Tränken unserer lieben Tiere verbraucht enorme Wasserressourcen. Sondern, das was wir als Fleischverwertung bezeichnen, wirkt sich kritisch auf die Wasservorkommen der Erde aus. Viehzucht gehört zu den Sektoren, die die zunehmend knapper werdenden Wasservorkommen der Erde am meisten belasten. Die Fleischproduktion erfordert eine schwindelerregend große Wassermenge. Allein der Anbau und die Bewässerung von Futtergetreide für die Viehzucht verschlingen fast 8 Prozent des globalen Wasserverbrauchs. Generell haben Tierprodukte einen höheren virtuellen Wassergehalt (= das für die Herstellung eines Produktes benötigte Wasser) als pflanzliche Lebensmittel. Der Grund dafür liegt in der Tatsache, daß vor der Verwertung ein Tier große Mengen von Futter wie auch Trink- und Reinigungswasser benötigt. Viehzucht bedeutet Wasserverunreinigung Ein anderes wichtiges Problem sind die durch die Viehzucht verursachte Wasserverschmutzung, dramatische Nährstoffanreicherungen in Gewässern (Überdüngung) und der Zusammenbruch von Korallenriffen. Hauptverursacher der Verunreinigungen sind Tierabfälle, Antibiotika und Hormone, Chemikalien von Gerbereien, Düngemittel und die für den Anbau von Futtermitteln eingesetzten Schädlingsbekämpfungsmittel. Überweidungen belasten Wasserzyklen und verringern die Auffüllung von offenen und unterirdischen Wasserreservoiren. Ein trüber Zukunftsblick Experten sagen voraus, daß um 2050 fast die doppelte Menge von Fleisch produziert wird, nämlich eine geschätzte Gesamtmenge von mehr als 465 Millionen Tonnen. Die Viehzucht beansprucht heute schon 30 Prozent der Erdoberfläche, hauptsächlich als Weideland. Aber auch 33 Prozent des gesamten fruchtbaren Landes für den Anbau von Tierfutter. Beim Versuch des Wassersparens sollten Konsumenten wie auch Regierungen ihre Ziele weise auswählen. Die Herstellung von nur einem Kilo Fleisch erfordert so viel Wasser wie ein durchschnittlicher Haushalt in zehn Monaten verbraucht (50l/Person/Tag). Ein guter Grund, zum Vegetarier zu werden? Für mich persönlich schon. Aber es würde auch schon genügen, wenn wir alle etwas weniger gesottenes vom Rind zu uns nehmen. Es gibt so leckere Alternativen. Nahrungsalternativen, die nicht nur für uns gesünder sind. Sie retten auch den armen Rindviechern den Fellkragen. Und vielleicht ist damit auch irgendwann das Thema Tierleid keines mehr. Dass wir unsere eigene Haut damit womöglich retten, ist sogar der triftigste Grund von allen. Gehen wir es an? Unserer Zukunft zuliebe?
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Unser Hunger auf gesottenes, gegrilltes, fleischiges könnte uns in absehbarer Zeit sehr durstig machen. Durstig, auf eine der kostbarsten Ressourcen, die immer knapper wird. Auf Wasser.
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