| Zwischen Konsum und Armut |
| Magazin - Gesellschaft | |||||||
| Geschrieben von: Inca Vogt | |||||||
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Ein Blick in die Nachrichten bestätigt Tag für Tag, dass viele Lösungen für aktuelle Probleme in unserer bekannten Konsum- und Wachstumswelt nichts gut machen. Es braucht vielmehr Lösungen, die den Menschen auf der ganzen Welt zugute kommen.
Zu diesem Schluss kommt Ashok Khosla, indischer Firmengründer und Präsident des Club of Rome http://www.clubofrome.org, anlässlich einer Diskussionsveranstaltung. Thema der vom österreichischen Lebensministerium veranstalteten Konferenz ist "Wachstum im Wandel", bei der Lösungsansätze für sozial verträgliche, gerechte und ressourcenschonende Wirtschaftsweise gesucht werden. Zu viele Krisen auf einmal"Die Welt ist mit einem Bündel von Krisen ausgesetzt, wie es bisher nie der Fall war", so Khosla. Namentlich nennt der indische Experte die Klimakrise, das bereits vollzogene Überschreiten des Ölfördermaximums, die mit starken Preisschwankungen verbundene Wasser- und Ernährungskrise und den Artenverlust, der tausendmal schneller voranschreite als die Evolution fähig sei, Nachschub an neuen Spezies zu liefern. Dazu kämen die finanzielle Instabilität, der rasante Bevölkerungsanstieg sowie Armut und Ungleichheit. "Alles deutet darauf hin, dass dies Zeichen eines Wachstums sind, das nicht nachhaltig ist", so der Präsident. Zwei Krankheiten würden die Welt derzeit am meisten bedrohen. "Das ist die erstens die 'Affluenza', ein Begriff der für den übermäßigen Verbrauch der Ressourcen geschaffen wurde", so Khosla. Das Geschick der Welt würden Menschen bestimmen, die jeglichen Bezug zur Realität verloren hätten. Illustrative Symptome dafür seien etwa die Verwendung von Schneekanonen und Heizpilzen im Winter oder auch die hohen Nahrungsmittelabfälle infolge des übermäßigen Konsums. Gefährlich sei jedoch ebenso die von Khosla als "Povertitis" bezeichnete extreme Armut, die sich besonders in der Benachteiligung der Frauen in vielen Entwicklungsländern zeige. "Die Ungleichheit wächst weiter", so der Experte.
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