| "Be Vegi", oder iss Menschenfleisch |
| Magazin - Essen + Trinken | |||
| Geschrieben von: Inca Vogt | |||
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Wer blutet für unser täglich Schnitzel, den Braten, den Burger? Richtig, die Tiere. Gezeichnet mit Fleischmarken, die sie oft schon als Kälbchen tragen. Zum Streicheln niedlich, hoppeln sie im besten Fall über die Weide und entzücken kurzzeitig sogar hartgesottene Schnitzelesser. Aber das hilft ihnen wenig. Sie werden nie und nimmer in die Kategorie der Kuscheltiere aufgenommen. Es sind bloß Nutztiere. Und Fleischlieferanten. Bis zu diesem Lebenszweck weiden sie auf weltweit gerodeten Flächen und verbrauchen während der durchschnittlichen Lebensdauer rund 15.000 Liter Wasser pro Kilogramm Rindfleisch. Und wer bezahlt dafür? Die ganze Menschheit. Denn in jedem Stück Tierfleisch, das auf Wohlstandstellern landet, steckt Menschenfleisch drin. In Form von aufgebrauchten Ressourcen, gerodeten Flächen und Getreideerträgen, die an die Tiere verfüttert werden, während alle 3,6 Sekunden ein Mensch an Unterernährung stirbt. Mehr dazu im Folgeartikel, in dem eine spektakuläre Aktion des Vegetarierbundes derzeit für Schlagzeilen sorgt...
Menschenfleisch Restaurant sorgt für Furore
Inzwischen entpuppte sich auf der Pressekonferenz die wahre Geschichte. Die Abkürzung "Flimé" steht für "Fleisch isst Menschen". Damit möchte der Vegetarierbund auf all die Millionen Menschen aufmerksam machen, die durch den weltweiten Fleischkonsum in Mitleidenschaft gezogen werden. Fakt ist, dass alle 3,6 Sekunden ein Mensch an Unterernährung stirbt, während ein Großteil der Getreideerträge an sogenannte Nutztiere verfüttert wird. "Ob Welthunger, Klimawandel, Wasserknappheit, Regenwaldabholzung, Tierseuchen oder Wohlstandskrankheiten - all diese großen, globalen Problemen werden durch unseren hohen Fleischkonsum verursacht oder verschärft. Über diese Tatsachen macht sich im Alltag kaum einer Gedanken. Deshalb war es nötig, eine solche kreative Kampagne ins Leben zu rufen", so Sebastian Zösch auf der vielbesuchten Pressekonferenz. Dass die Nutztierhaltung weltweit mehr klimaschädliche Treibhausgase als der gesamte Verkehrssektor erzeugt, ist hinlänglich bekannt. Dass unser Fleischkonsum auch eine enorme Mengen an Wasser - nämlich 15.000 Liter Wasser pro Kilogramm Rindfleisch verbraucht, während gleichzeitig zwei von fünf Menschen keinen dauerhaften Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, machte Herr Zösch besonders deutlich. Durch eine fleischfreie Ernährung hingegen könnten wir unseren derzeitigen Wasserverbrauch halbieren. Unser hoher Fleischkonsum ist auch Hauptursache für die Rodung des Regelwaldes. So werden pro Minute ca. 38 Fußballfelder Regenwald abgeholzt - der Großteil der Flächen wird für Weideflächen oder Futtermittelanbau genutzt. Auch Tierseuchen die auf den Menschen übertragen werden und Zivilisationskrankheiten hängen mit dem übermäßigen Konsum tierischer Lebensmittel zusammen. Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht und sogar verschiedene Krebsarten sind auf den Fleischkonsum zurückzuführen und beeinträchtigen die Lebenserwartung. Eine pflanzenbetonte Ernährungsweise fördert dagegen Gesundheit, Vitalität und erhöht die Lebensdauer. Zeit, die Lebensbalance auf diesem Planeten endlich mal mit allen Ursachen und Konsequenzen für uns alle zu bedenken. Bevor es zu spät ist. Bevor sich die eine Hälfte der Menschen auf Kosten der anderen zu Tode frisst!
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