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Essen wir unseren Planeten auf?
Magazin - Essen + Trinken
Geschrieben von: Inca Vogt   

Was schadet unserem Planeten mehr? Wenn wir seine Früchte ernten und essen oder wenn wir Schnitzel aus intensiver Viehwirtschaft verzehren? Oder ist es gar nötig, die Fleischbestände zu erhöhen, um die Bevölkerung zu ernähren?

Um es gleich vorweg zu sagen, eine Erhöhung der Viehzucht wäre fatal. Nicht nur für die leidenden Kreaturen, es wäre auch das Aus für uns und unseren Planeten.

 

„Wir müssen keineswegs grausam zu „Nutz“-Tieren sein, um die Menschheit ausreichend ernähren zu können, weder jetzt noch in der Zukunft.“ Das ist die Schlußfolgerung, welche die größte europäische Nutztierschutz-Organisation, „Compassion in World Farming“, gemeinsam mit „Friends of the Earth“ in der Studie „Eating the Planet“ ("Essen wir den Planeten?") aufgestellt hat. Dieser neuer Bericht skizziert das ultimative win-win-Szenario: Würde die Welt-Bevölkerung im Jahr 2050 ohne intensive Landwirtschaft ernährt, wäre das nicht nur gut für den Tierschutz, sondern hätte auch immense Vorteile für unsere Umwelt, wie z.B. die Förderung der Biodiversität und die Verminderung der Umweltverschmutzung.

All das sind äußerst ermutigende Nachrichten, denn weltweit werden derzeit zwei von drei „Nutztieren“ in Tierfabriken gehalten. Einige unserer „opinion leaders“ schlagen nämlich sogar vor, daß der einzige Weg, die exorbitant wachsende Weltbevölkerung zu ernähren, der wäre, sogar noch mehr Nutztiere zu einem Leben in unvorstellbarem Leiden zu verurteilen. Jetzt gibt es allerdings detaillierte Beweise dafür, welche dieses Argument klar widerlegen.

 

Dazu passt auch eine Meldung aus Indien. Der Hochburg des Vegetarismus.


Indischer Umweltminister ruft offiziell zum Rindfleisch-Verzicht auf

In Indien sind Kühe heilig. Zumindést für die Hindu-Bevölkerung. Nicht überraschend, dass auch der Umweltminister Indiens dringend dazu auffordert, auf das Essen von Rindfleisch zu verzichten, um dadurch die Erderwärmung zu reduzieren. So teilte das Büro des Umweltministers Jairam Ramesh der AFP mit, daß die Hauptursache der CO2- und Methan-Emissionen mit dem Essen von Rindfleisch zu tun hat.

„Meine Formel lautet: stoppt den Rindfleisch-Konsum. Dadurch würden die Methan-Emissionen drastisch reduziert“, sagte der vegetarisch lebende Minister Ramesh.

In Indien ißt man üblicherweise viel weniger Fleisch als in den westlichen Ländern. Allerdings meidet die überwiegende Mehrheit der Hindus Rindfleisch und die ansehnliche muslimische Minderheit ißt hingegen überhaupt kein Schweinefleisch.

Ramesh: "Vegetarier helfen der ,Klima Linderung`“.

Quelle: "Das Neue Delhi", AFP, 20.11.2009

 

 

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