| Vegetarier reduzieren Klimakosten |
| Magazin - Essen + Trinken | |||||||
| Geschrieben von: Inca Vogt | |||||||
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Als ich vor Jahren aufhörte Fleisch zu essen, dachte ich weder über Klimakosten noch gesundheitliche Aspekte nach. Tierliebe und etliche alarmierende Nachrichten über tierquälerische Haltebedingungen waren mein Motiv. Die Folgen dieses Entschlusses überraschten nicht nur mich selbst. Mein Doc, der anfangs noch warnte: "fleischlose Ernährung ist einseitig", staunte über ideale Laborwerte. Ich selbst bemerkte, dass meine Sinne schärfer wurden für Gewürze, Gerüche, für den Eigengeschmack von allem, was ich aß. Heute hätte ich noch ein stichhaltiges Argument mehr für den Fleischverzicht. Durch Fleischverzicht seien Klimakosten drastisch reduzierbar, belegt folgender Artikel.
Durch Fleichverzicht 20 Billionen Dollar sparen
Der Verzicht auf Burger und Frühstücksspeck könnte die Kosten für die Bekämpfung des Klimawechsels um 20 Bio. Dollar verringern. Das ist die drastische Schlussfolgerung einer Studie der Netherlands Environmental Assessment Agency http://www.mnp.nl/en, die die wirtschaftlichen Kosten der modernen fleischreichen Ernährung berechnet hat. Das Team um Elke Stehfest betont, dass eine Reduzierung von Rind- und Schweinefleisch zu einer enormen Verringerung des Kohlenstoffs führen würde, da die Vegetation auf den ungenutzten Flächen deutlich zunähme. Das Modell berücksichtigt Ackerland, das genutzt wird, um zusätzliche Nahrungsmittel zu produzieren. Dafür ist jedoch weniger Fläche notwendig. Ein Teil würde in der Folge brach liegen. Darüber hinaus würden Millionen Tonnen Methan jedes Jahr ebenfalls nicht anfallen. Details der Studie wurden in dem Fachmagazin Climatic Change veröffentlicht. Die Auswirkungen dieser Umstellung würden den Aufwand für teure Technologien zur Reduzierung des Kohlenstoffs verringern. Dazu gehören auch Kraftwerke mit Reinkohle. Klimawandel-Experten warnen seit Jahren vor den großen Mengen Kohlenstoff, die durch die Fleischproduktion entstehen. Vor allem Rindfleisch führt zu großen Schäden. Methan wird bei der Verdauung der Kühe freigesetzt und durch die Zersetzung des Düngers. Um ein Kilo Rindfleisch herzustellen, müssen die Bauern der Kuh 15 Kilo Getreide und 30 Kilo Grünfutter verfüttern. Getreide erfordert Dünger, der seinerseits bei der Herstellung energieintensiv ist. Zusätzlich könnten dort dann Pflanzen zur Gewinnung von Bioenergie angebaut werden, die fossile Brennstoffe ersetzten. Die Treibhausgas-Emission würde ebenfalls um zehn Prozent sinken. Alle diese Maßnahmen könnten die durch die Klimaveränderung entstehenden Kosten bis 2050 halbieren. Die berechneten Kosten erscheinen dem Wissenschaftler Raymond Desjardins von Agriculture and Agri-Food Canada http://www.agr.ca realistisch zu sein. Er erklärte jedoch gegenüber New Scientist, dass es unfair sein könnte, Bauernhöfe der Zukunft mit den derzeitigen zu vergleichen.
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