| Das Reiskorn in China |
| Magazin - Editorial | |
| Geschrieben von: Inca Vogt | |
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Doch was kostet es die Welt, wenn unser geliebter Lifestyle von anderen teuer bezahlt wird? Hauptsache uns gehts gut Sollen doch die anderen bluten, damit wir alles immer billiger bekommen. Was interessieren uns die anderen? Warum sollen wir uns Gedanken machen über billige Arbeitskräfte in Schwellenländern? Was schert es uns, dass sich andere ausbeuten lassen und verhungern weil wir ihre Nahrung in unseren Tanks verbrennen. So hart und zynisch das klingen mag. Es ist der Alltag, in dem jegliche Horrormeldungen in ein Rauschen übergehen, das wir viel zu oft, viel zu gut abschalten können. Also noch einmal, und diesmal ganz laut und hoffentlich nicht einfach überlesbar: Was kostet es die Welt, wenn wir durch die Welt jetten, und dabei Klima und die letzten Biotope zerstören? Und wer zahlt zum Beispiel die Zeche für kurzen Gaumenschmaus auf Kosten von Tierquälerei? Hier auf 4planet.de möchten wir Antworten geben und Alternativen aufzeigen, die rund sind. Mit Lifestylethemen, Shoppingtipps und Lebensalternativen, basierend auf globalem Denken. Wir werden Produkte und Lösungen vorstellen, die von der Idee über die Herstellung, bis zum Verbrauch und dessen mögliche Folgen durchdacht sind. Getreu unserem Motto "lifestyle 4future" ist 4planet. Oder um im Bild zu bleiben: das umfallende Reiskorn in China kann eine Lawine auslösen, die das Weltgefüge zum Einsturz bringt. Es kann aber auch als Saatgut aufgehen, um Millionen Hungernder zu nähren. Im Kreis gedacht, global gedacht. So gedacht, dass es uns alle angeht. Denn am Ende trifft uns jegliches Handeln auch selbst! Apropos Reis. Von Juni 2007 bis April 2008 stieg der Preis um 75 %. Ursachen sind Missernten in Bangladesh und China und die Drohung Indiens, die Ausfuhr von Reis zur Stabilisierung der Preise im eigenen Land zu drosseln. Auch die zunehmende Umwandlung von Anbauflächen zur Produktion von Biomasse, die wir für gefragte Biokraftstoffe brauchen, führt zu Spekulationen auf den Rohstoffmärkten. Gefahr erkannt? Ja! Inzwischen warnen zumindest die Vereinten Nationen vor einer globalen Gefährdung der politischen Stabilität durch gestiegene Lebensmittelpreise. Gefahr gebannt? Noch lange nicht! Bereits 2008 führten die hohen Reispreise zu schweren Unruhen auf Haiti. Willkommen auf 4planet.de, dem Onlineportal für alle, die wissen, dass billig sehr teuer werden kann. Lassen Sie uns gemeinsam eine Formel finden, die lustvolles Leben, Shoppen und Genießen auf einen global durchdachten Nenner bringt. Inca Vogt
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