| Schwarz-Gelb. Alles wird gut |
| Magazin - Editorial | |
| Geschrieben von: Inca Vogt | |
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"Alles wird gut", orakelte es heute früh in einer Mailnachricht. Eine gute Wort-"Wahl", dachte ich. Angela Merkel hat ihren zweiten Wunschmann bekommen: Guido Westerwelle wird ab sofort mit ihr auf dem heißesten Stuhl des Landes regieren. Ein hoffnungsvolles Paar, das auch den Wandel in unserer Gesellschaft aufzeigt. Eine Frau regiert in Folge, zusammen mit einem Mann für den bislang so sträflich vernachlässigten Mittelstand. Aber was bedeutet das? Hoffnung auf Zukunft Wird in Zukunft jetzt wirklich alles gut? Packt dieses Paar, das noch vor wenigen Jahrzehnten keine Chance in der Politik gehabt hätte, alles was die alten, testosterongeladenen Polithaudegen in den Sand gesetzt haben? Zählen endlich Inhalte anstelle von streithafter Polemik? Wir werden es erleben. Und wir werden es vielleicht sogar überleben. In einer Welt, in der Vernunft und globales Denken auch in allen Fragen der Umweltpolitik regieren. Merkwürdige Ansichten, ausgerechnet für ein Portal , dass sich 4planet.de auf die Flagge schreibt? Sie haben recht. Merk-würdig. Denn so wie es die anderen Parteien in den letzten Wochen darstellten, macht sich die CDU gerade in umweltpolitischen Fragen nicht stark genug. Zum Beispiel für den Ausstieg aus der Atomenergie. Da ist die Rede von Brückentechnologie. Der Ausstieg scheint aufgeschoben. Aber was bieten die anderen Parteien für Alternativen, außer dem zweifelhaften Argument, dass Schwarz/Gelb der "Teufel" für unsere Zukunft sei? Wo sind die Inhalte, die durchdachten möglichen Alternativen? So kritisch die Atomenergie auch ist, welche Alternativen haben wir? National und global betrachtet. Zurück ins Kohlendunkel? Oder vorwärts in alternative Technologien, die derzeit weiter entwickelt und ausgebaut werden? Frau Merkel ist Wissenschaftlerin, mit einem kühlen, berechnenden Blick in globale Zusammenhänge, die weiter blicken als nur bis zur deutschen oder europäischen Haustür. Wie kaum eine andere Politikerin, wägt sie ab und blickt weiter als nur bis zum nächsten Wahlergebnis. Sie ist klug und clever genug, den Blick weiterschweifen zu lassen als nur bis in die nächsten vier Jahre. Das eint sie mit Hoffnungsträgern wie Obama und dem blitzgescheiten, wie vorwärtsdrängendem Guido Westerwelle, der längst dem Klischee des neuen, wilden Politikers entwachsen ist. Alles wird gut, alles wird gut, alles wird gut Mögen Angela und Guido auch global durchsetzbar, die bestmögliche Richtung vorgeben. Mögen die Grünen weiterhin streitbares Zünglein an der Waage sein. Mögen die einen wie die anderen Roten endlich wieder Farbe und nachvollziehbares Profil zeigen, anstelle der Graue Männer-Taktik mit Stinkefinger für alle leuchtenderen Parteifarben. Möge diese muskelstrotzendeTaktik von vorgestern endlich begraben werden. Testosteron mag im Boxring zum Sieg verhelfen. Aber selbst da haben Henry Maske und Co. gezeigt, dass man mit Köpfchen langfristig besser über die Runden kommt. Und das ist gut so. Herzlichen Glückwunsch Angela Merkel und Guido Westerwelle. Machts gut, damit alles gut wird. Inca Vogt
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