| Feinstaub Plaketten und Umweltzonen |
| Magazin - Fahrzeuge | |||
| Geschrieben von: Inca Vogt | |||
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Rechts unten prangt sie, die grüne Plakette, mit der ich auch in Großstädten freie Fahrt habe. Die Feinstaubplakette scheidet die bösen von den guten Autofahrergeistern. Rollende Stinker der früheren Jahre sollen damit draußen gehalten werden. "Saubere" PS-Gefährte bekommen freie Fahrt. Doch wie ist die Akzeptanz bei uns Autofahrern? Wer von uns weiß, wie hoch die Emissionswerte des eigenen Gefährts sind? Und die wichtigste Frage: wird mithilfe dieses Kontrollinstruments die Luftqualität in ausgewiesenen Umweltzonen wirklich verbessert? Die unrühmlichew Wahheit ist, selbst ich wusste bis vor kurzem nicht, in welche Kategorie mein Auto eigentlich gehört. Dank eines netten Servicemitarbeiters in meinem Autohaus bekam ich nicht nur die grüne Plakette, sondern auch die überfällige Erklärung mit dem Hinweis, mein Auto ist eins der neueren Kategorie und gehört somit noch nicht zu den bösen Roten, die demnächst für Innenstädte gesperrt werden. Laut einer Umfrage bin ich mit diesem Halbwissen in "bester" Gesellschaft: Die meisten von uns kennen gleichfalls die CO2-Emissionen ihres Autos nicht. Nur 13 Prozent wissen, mit wie viel Kohlendioxid (CO2) ihr Auto die Luft belastet. Und dies, obwohl die Automobilhersteller die CO2-Emissionen von Neufahrzeugen schon seit einigen Jahren in ihren Verkaufsunterlagen angeben müssen. Das ist das Ergebnis einer Repräsentativ-Umfrage der Kölner Direktmarketinggesellschaft Jäger + Schmitter DIALOG. Akzeptanz gut. Luftverbesserung angeblich auch Die Deutsche Umwelthilfe bilanziert gleichfalls. Und sie stellt immerhin eine hohe Akzeptanz und verbesserte Luftqualität in 32 ausgewiesenen Umweltzonen fest. Umwelt-Kontrollteams stellten bis zu 93,7 Prozent korrekt gekennzeichnete Fahrzeugen bei der Überwachung der acht neu hinzugekommenen Umweltzonen fest. Unrühmliches Schlusslicht war Augsburg mit nur 67,4 Prozent Plaketten. Die sauberste Pkw Flotte fand man in Ludwigsburg mit 90,2 Prozent grünen Plaketten. Ein Jahr nach dem Start der ersten Umweltzonen in Deutschland setzen 32 Kommunen und Ballungszentren auf das Instrument "Umweltzone". Zum Jahresbeginn 2009 kamen allein acht Städte mit Einfahrbeschränkungen für "Dieselstinker" hinzu. Erfreulich sei die Ressonanz der Autofahrer. "Feinstaub-Kontrollteams" der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH) haben in allen Umweltzonen die Einhaltung durch die Autohalter kontrolliert und diese vor Ort über Möglichkeiten der Nachrüstung informiert. Die meisten Autohalter haben sich dabei positiv zur Umweltzone geäußert, die insbesondere von den unter hohen Feinstaubbelastungen leidenden Anwohnern mit großen Hoffnungen gefordert wurden. Bei den Feinstaub-Kontrollen am Morgen des 2. Januar 2009 zeigte sich, dass 67,4 bis 93,7 Prozent der Autohalter ein korrekt plakettiertes Fahrzeug aufweisen. Während Hannover zum 1. Januar seine Umweltzone für Fahrzeuge mit roter Plakette sperrte, können vorerst noch in den übrigen Umweltzonen Pkw und Nutzfahrzeuge mit einer roten, gelben oder grünen Feinstaubplakette einfahren. Dies gilt auch für die acht neu hinzugekommenen Städte Augsburg, Bremen, Heilbronn, Herrenberg, Karlsruhe, Mühlacker, Pforzheim und Ulm. Schon in 2009 werden die Preise für Gebrauchtfahrzeuge ohne grüner Plakette um bis zu mehrere tausend Euro einbrechen", so Resch. Das sei exakt die Lenkungswirkung, die Damit Umweltzonen flächendeckend zu "Garanten für mehr Lebensqualität in unseren Städten werden, brauchen wir einen gemeinsamen Kraftakt von Bund, Ländern und Gemeinden, von Autohaltern, Gebrauchtwagenhändlern und Werkstätten", forderte Resch. Um die Fahrzeugflotte fit zu machen für die zweite Stufe der Umweltzonen, sei insbesondere ein Neustart bei der Partikelfilternachrüstung nötig, so dass die Entgiftung sowohl über saubere Neuwagen als auch über den nachgerüsteten Fahrzeugbestand Ob diese warnenden Worte helfen? Am besen bei mir selbst beginnen. Das habe ich mir fest vorgenommen. So werde ich spätestens beim nächsten Neuwagen ganz genau in die Papiere sehen und vom Start weg wissen, wie viel Mitverantwortung ich an der Umweltverschmutzung habe.
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