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Bio-Lebensmittel
Glossar - B
Geschrieben von: Inca Vogt   

Bio-Lebensmittel unterscheiden sich bereits in der Erzeugung ihrer Ausgangsmaterialien wie z. B. Getreide, Gemüse, Obst, Milchprodukte, Fleisch, als auch in der Verarbeitung dieser Materialien von "herkömmlichen" Nahrungs- und Lebensmitteln. Sie werden nach strengen Richtlinien jeweiliger Verbände hergestellt, denen die Erzeuger angehören.

Die wichtigsten Grundsätze: 

Ökologischer oder auch Biolandbau: arbeitet weitestgehend ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und verzichtet auf mineralische Stickstoffdünger

Ökologische Tierhaltung: hält sich an Richtlinien der artgerechten Tierhaltung. Tiere haben Auslauf und bekommen artgerechtes Futter. Es werden keine Antibiotika verabreicht. Wege vom Tierhalter zum Schlachthof werden möglichst kurz gehalten.

Erzeuger und Verarbeiter ökologischer Lebensmittel: schützen Boden, Wasser und Luft. Sie helfen, die Artenvielfalt zu erhalten, den Energieverbrauch vermindern und die Rohstoffreserven schonen, eine Kreislaufwirtschaft mit möglichst geschlossenen Nährstoffzyklen zu betreiben. Sie garantieren Sicherheit durch die Einhaltung von Rechtsvorschriften und Kontrollen. Sie bieten Transparenz bei Erzeugung und Herstellung von Lebensmitteln und verzichten auf Gentechnik.

Vorteile von Bio-Lebensmittel für Ihre Gesundheit?
Moderne Anbaumethoden, ungünstige Lagerungs-, Transport- und Konservierungsverfahren führen bei herkömmlichen Herstellungsmethoden zu deutlich weniger Vitalstoffen. Normales Supermarktgemüse etwa enthält: Möhren im Durchschnitt 57% weniger Magnesium, Erdbeeren bis zu 67% weniger Vitamin C, Kartoffeln ca. 70% weniger Kalzium, Bananen 92% weniger Vitamin B6 und 84% weniger Folsäure als noch vor 20 Jahren.

Auch Selen ist in herkömmlichen Lebensmitteln weit weniger vorhanden durch schwefelhaltige Düngemittel.

Im Vergleich zu Bio-Lebensmitteln: Nach ökologischen Richtlinien angebaute Nahrungsmittel enthalten messbar weniger Schadstoffe und ebenso messbar mehr Vitalstoffe. Hierbei sind die Langzeitfolgen bisher noch nicht ermittelt, die der Verzehr von herkömmlichen Lebensmitteln gegenüber Bioprodukten nach sich bringt.

Die Folgen von Verzehr nicht artgerechter Tierhaltung waren BSE, Schweinepest, Maul- und Klauenseuche. Gute Gründe auf Fleisch zu verzichten oder den Verzehr einzuschränken auf Erzeugnisse, die nach ökologischen Richtlinien hergestellt wurden. Mit der Sicherheit, dass zum Beispiel das BSE-Risiko auf ein Minimum reduziert ist. Auch die Transportwege vom Landwirt (Tierhalter) zum Schlacht- und Verarbeitungsbetrieb werden nach ökologischen Richtlinien möglichst kurz gehalten.

Artgerechte Haltung - besseres Fleisch: Wir sind was wir essen. Und wir schmecken, was wir essen. Besonders deutlich sind die Unterschiede beim Fleisch. Fleisch von artgerecht gehaltenen und ernährten Schweinen zum Beispiel enthält viel weniger Wasser als Fleisch von konventionell gemästeten Tieren. Es bleibt in der Pfanne mehr übrig, und es schmeckt deutlich besser. Nicht zuletzt weil wir Fleisch von Tieren essen, die ein möglichst glückliches Leben ohne Stress leben durften. Das gilt für alle Fleischsorten.

 

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